Konjunktur ⢠Wirtschaftswachstum ⢠BIP â Alle Details fĂźr den Test
Die Konjunktur beschreibt die Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Sie verläuft nie exakt gleich, folgt aber einem Grundschema mit 4 Phasen.
| Phase | Was passiert? | BIP |
|---|---|---|
| 1. Aufschwung (Expansion) đ | Nachfrage steigt â Produktion wird ausgeweitet â mehr Arbeitsplätze â mehr Kaufkraft | steigt |
| 2. Boom ⥠| Wirtschaft läuft "auf vollen Touren" â alles super! | HOCH |
| 3. Abschwung (Rezession) đ | Nachfrage sinkt â Aufträge fehlen â Kurzarbeit/Entlassungen â Kaufkraft sinkt | sinkt |
| 4. Depression âŹď¸ | Richtig schlechte Lage â Wirtschaft am Boden, minimale Leistung | NIEDRIG |
Nachfrage steigt, Produktion wird ausgeweitet
Wirtschaft läuft "auf vollen Touren", hohes BIP
Nachfrage sinkt, Aufträge gehen zurßck
Tiefpunkt: minimale Leistung, BIP niedrig
â Nachfrage sinkt â Aufträge gehen zurĂźck â Unternehmen weiten Produktion nicht aus â Investitionen unterbleiben â InvestitionsgĂźterindustrie spĂźrt Abschwung zuerst â Absatzschwierigkeiten â Produktion wird vermindert â Kurzarbeit oder Entlassungen â weniger Einkommen â Kaufkraft sinkt â Nachfrage nach KonsumgĂźtern sinkt â weitere Unternehmen geraten in AbsatznĂśte â Arbeitslosenzahl steigt â Abwärtsentwicklung fĂźhrt zur...
Erstellte Leistungen sind minimal, das BIP ist entsprechend niedrig.
â ErhĂśhung der Nachfrage â Unternehmen weiten Produktion aus (wenn Nachfrage Kapazitäten Ăźbersteigt) â erhĂśhen Nachfrage nach InvestitionsgĂźtern (Maschinen etc.) â Produktionsausweitung bei InvestitionsgĂźterindustrie â Bedarf an Arbeitskräften wächst â Arbeitslosenzahl sinkt â Kaufkraft privater Haushalte steigt â Nachfrage nach KonsumgĂźtern steigt â Aufschwung geht weiter â fĂźhrt zum...
Wirtschaft läuft "auf vollen Touren" â hohe Leistungen, das BIP ist hoch.
Rezession: Nachfrage â â Aufträge â â Produktion â â Kurzarbeit/Entlassungen â Einkommen â â Kaufkraft â â Nachfrage â ... (Abwärtsspirale)
Aufschwung: Nachfrage â â Produktion â â Arbeitskräfte â â Einkommen â â Kaufkraft â â Nachfrage â ... (Aufwärtsspirale)
Es ist immer ein Kreis â nach dem Boom kommt irgendwann wieder die Rezession und umgekehrt. đ
â Absinken der Nachfrage ⢠â Produktion ⢠â Absatzschwierigkeiten ⢠â Entlassungen ⢠â Einkommen ⢠â KonsumgĂźter ⢠â Konjunkturtief (Depression) ⢠â niedrig ⢠â ErhĂśhung der Nachfrage ⢠â Nachfrage ⢠â InvestitionsgĂźter ⢠â Arbeitskräfte ⢠â Kaufkraft ⢠â Boom ⢠â Bruttoinlandsprodukt
BIP = Alles Geld, das in einem Jahr in Deutschland ausgegeben wurde.
Egal ob:
Alles, was ausgegeben wird, landet im BIP!
Aus Seite 6: "Die erstellten Leistungen" â bei Depression minimal, bei Boom hoch.
Definition (Seite 15): Reine Steigerung der wirtschaftlichen Produktion â gemessen am BIP. Es geht um "mehr": mehr Waren, mehr Dienstleistungen, mehr Konsum.
Probleme: Umwelt-, Sozial- oder Verteilungsfragen bleiben auĂen vor. Nur rein materielle Zunahme.
Kritik: Umweltschäden kĂśnnen BIP steigern (z.B. Ălteppich-Beseitigung zählt positiv).
Definition (Seite 15): Nicht nur wirtschaftliche Steigerung, sondern eine Verbesserung der Lebensqualität insgesamt.
Dazu zählen: Schutz der Umwelt, gerechtere Einkommens- und VermĂśgensverteilung, mehr Bildung, Gesundheit, Freizeit â kurz: Wohlstand im umfassenden Sinne.
Ursprung: Forstwirtschaft â Nur so viel Holz schlagen wie nachwächst (Hartig, 1795).
Warum heute gebraucht: "Das Problem heute: KĂźnftige Generationen kĂśnnen sich nicht wehren. Sie haben kein Wahlrecht und keine Macht. Wir kĂśnnen machen, was wir wollen, ohne dass sie uns zur Rechenschaft ziehen kĂśnnen."
Drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ăkologie ⢠Ăkonomie ⢠Soziales
Ziel: UmweltmaĂnahmen sollen die Wirtschaft fĂśrdern UND sozial verträglich sein â alles hängt zusammen.
Quantitativ = MEHR (nur BIP steigern)
Qualitativ = BESSER (Umwelt + Gerechtigkeit + Wohlstand)
"Wachsen bis nichts mehr wächst"
⢠Kritik am grenzenlosen Wirtschaftswachstum
⢠Profit ist wichtiger als Umwelt
⢠UmweltzerstÜrung durch industrielle Landwirtschaft
KERNAUSSAGE: Wenn man nur auf Wachstum und Profit achtet, zerstĂśrt man die eigenen Lebensgrundlagen.
Ironisch gemeint: "Wachsen bis nichts mehr wächst" klingt positiv, ist aber kritisch â am Ende wächst nichts mehr, weil Umwelt zerstĂśrt ist.
Staatsschulden (Ăśffentliche Schulden): Summe aller vom Staat bzw. von der Ăśffentlichen Hand aufgenommenen Kredite.
Ăffentliche Hand = Bund, Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände + Sozialversicherungsträger
Differenz zwischen laufenden Staatsausgaben und Staatseinnahmen (jährliches Defizit).
Wird meist in Relation zum BIP gesetzt.
BestandsgrĂśĂe â der Schuldenberg eines Landes seit seiner GrĂźndung.
Staat (Schuldner): Gibt fĂźr bestimmte Laufzeit Staatsanleihen heraus â nimmt Geld ein â zahlt Zinsen
ZinshÜhe: hängt vom Risiko ab, dass der Staat nicht zurßckzahlen kann
Gläubiger: z.B. EZB, Banken, Fonds, Privatanleger
GrundbedĂźrfnisse mĂźssen gedeckt sein â soziokulturelles Existenzminimum. Unabhängig von Leistung (Krankheit, Pflege).
Jeder profitiert in dem MaĂ, wie er zum Wohlstand beigetragen hat. Leistungsanreiz.
Gleiche Startchancen â Bildung, Herkunft, VermĂśgen sollen nicht entscheiden. In Deutschland: Schulerfolg hängt stark vom Elternhaus ab!
DĂźrfen heutige Generationen zulasten zukĂźnftiger leben? (Schulden, Umwelt)
Nur 17,6% der Einkommensungleichheit in Deutschland basieren auf Ungerechtigkeit. Das eigentliche Problem ist mangelnde Chancengerechtigkeit â Schulerfolg hängt stark vom Elternhaus ab.
⢠Rezession: Nachfrage â â Produktion â â Einkommen â â Kaufkraft â
⢠Aufschwung: Nachfrage â â Produktion â â Arbeitskräfte â â Kaufkraft â
⢠BIP = Alles Geld, das ausgegeben wurde
⢠Quantitatives Wachstum: MEHR (nur BIP) â Qualitatives Wachstum: BESSER (Umwelt + Soziales)
⢠Maastricht: 60% Gesamt / 3% Neu â Schuldenbremse: 0,35% fĂźr Bund
⢠Karikatur-Kernaussage: Wer nur auf Wachstum achtet, zerstÜrt die eigenen Lebensgrundlagen